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Migrationsgeschichte

Die Migrationsgeschichte ist für viele Bewohner der Grenzregion von direkter Bedeutung. Oftmals ist die Familiengeschichte vieler Menschen geprägt von der Tatsache, dass ihre Vorfahren auf der Suche nach einer Arbeitsstelle, eines Studiums oder aus Niederlassungswünschen von einer Region in die nächste zogen.

Das Netzwerk hat im Jahr 2016/17 zwei Projekte erfolgreich abgeschlossen:

    1. Lernen und arbeiten jenseits der Grenze

    2. Neue Perspektiven der Migrationsgeschichte im niederländisch-deutschen Wattenmeer-Raum

Lernen und arbeiten jenseits der Grenze

 

Koordination: Emsländische Landschaft

In diesem Projekt beschäftigten sich Historiker und Volkskundler mit individuellen Migrations- und Grenzerfahrungen. Das Projekt umfasste das 19. und 20. Jahrhundert und beschäftigte sich zudem mit der aktuellen Situation grenzüberschreitender Arbeitnehmer und Studenten. Dabei wurden verschiedene Berufsgruppen betrachtet:

Angefangen bei den deutschen Arbeitern und Angestellten der 1866 eröffneten Eisenbahnlinie Almelo-Salzbergen, über Schmuggler und Zöllner in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, deutschen Dienstmädchen in den 1920er Jahren, Flüchtlingen und Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg, niederländischen Arbeitern in den Grafschafter Textilfabriken bis hin zu den deutschen Traktatbauern, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges um ihre enteigneten Ländereien kämpften. In der direkten Nachkriegszeit gab es viele Jahre nur wenige Kontakte über die Grenze hinweg. Ab den 1960er Jahren entstanden dann zahlreiche Städtepartnerschaften zwischen niederländischen und deutschen Orten, die den Austausch der Bevölkerung förderten.

Das Projekt schenkte auch der jüngsten Vergangenheit von Pendlern, die die Grenze für ihre Arbeit oder ihr Studium überqueren, Aufmerksamkeit. Anhand von Fotos, Briefen und Geschichten, die sich in Archiven und privaten Nachlässen befinden, wurden Einzelschicksale aufgezeigt. Die Menschen in der Grenzregion waren zudem aufgerufen ihre Erlebnisse anhand eines Fragebogens und durch Interviews in Worte zu fassen. Vor allem deutsche Studenten, die in Emmen und Groningen studieren und Arbeitnehmer die auf der anderen Seite der Grenze arbeiten, waren aufgefordert ihre Erfahrungen zu teilen. Die Ergebnisse wurden in dem Buch „Migration in der Ems Dollart Region. Lernen und arbeiten jenseits der Grenze“ zusammengefasst. Für ein Exemplar können Sie Kontakt mit der Emsländischen Landschaft aufnehmen. Neben der Publikation wurden auch die Ergebnisse auf der zweiten Konferenz des Geschichtsnetzwerks präsentiert.

 

Neue Perspektiven der Migrationsgeschichte im niederländisch-deutschen Wattenmeer-Raum  

 

Koördination: Meindert Schroor (Waddenacademie)

In diesem Projekt beschäftigten sich Historiker und Volkskundler mit individuellen Migrations- und Grenzerfahrungen. Das Projekt umfasste das 19. und 20. Jahrhundert und beschäftigte sich zudem mit der aktuellen Situation grenzüberschreitender Arbeitnehmer und Studenten. Dabei wurden verschiedene Berufsgruppen betrachtet:

Angefangen bei den deutschen Arbeitern und Angestellten der 1866 eröffneten Eisenbahnlinie Almelo-Salzbergen, über Schmuggler und Zöllner in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, deutschen Dienstmädchen in den 1920er Jahren, Flüchtlingen und Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg, niederländischen Arbeitern in den Grafschafter Textilfabriken bis hin zu den deutschen Traktatbauern, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges um ihre enteigneten Ländereien kämpften. In der direkten Nachkriegszeit gab es viele Jahre nur wenige Kontakte über die Grenze hinweg. Ab den 1960er Jahren entstanden dann zahlreiche Städtepartnerschaften zwischen niederländischen und deutschen Orten, die den Austausch der Bevölkerung förderten.

Das Projekt schenkte auch der jüngsten Vergangenheit von Pendlern, die die Grenze für ihre Arbeit oder ihr Studium überqueren, Aufmerksamkeit. Anhand von Fotos, Briefen und Geschichten, die sich in Archiven und privaten Nachlässen befinden, wurden Einzelschicksale aufgezeigt. Die Menschen in der Grenzregion waren zudem aufgerufen ihre Erlebnisse anhand eines Fragebogens und durch Interviews in Worte zu fassen. Vor allem deutsche Studenten, die in Emmen und Groningen studieren und Arbeitnehmer die auf der anderen Seite der Grenze arbeiten, waren aufgefordert ihre Erfahrungen zu teilen. Die Ergebnisse wurden in dem Buch „Migration in der Ems Dollart Region. Lernen und arbeiten jenseits der Grenze“ zusammengefasst. Für ein Exemplar können Sie Kontakt mit der Emsländischen Landschaft aufnehmen. Neben der Publikation wurden auch die Ergebnisse auf der zweiten Konferenz des Geschichtsnetzwerks präsentiert.